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sub

«sämtliche wohnungen sprechen – ob ihrer vielfältigen und grössenvariablen, insbesondere auch rollstuhlgängigen layouts – mieterschaften unterschiedlicher lebensphasen an.»

neubau in alter hülle: in einem ehemaligen restaurant war das entsprechende raumgefüge für eine wohnraumumnutzung hinter geschützten umfassungswänden aufzubauen.

zwischen wäldern und wiesen, im solothurner mitteland, liegt das kleine dorf subingen mit seinem kleinen bahnhof. das restaurant bahnhof wiederum – schon etwas älter als der bahnhof, bislang eine klassische dorfwirtschaft, eine stammbeiz, ein handwerker-mittagstreffpunkt mit theatersaal und kegelbahn – war die ideale substanz für eine umnutzung, für neuen wohnraum – genauer: für ein neunfamilienhaus.

aus baurechtlichen gründen mussten die umfassungswände des restaurants bestehen bleiben. ein neubau in alter hülle sozusagen. der vollständige rückbau betraf die ehemaligen nebenbauten, so die kegelbahn und die gefrierräume. eine neu eingebaute struktur, die den heutigen anforderungen und normen an brand- und schallschutz entspricht, machte den alten rohbau überflüssig und daher dessen abbruch erforderlich.

die neue struktur wurde als eine klassische beton- und backsteinsubstanz realisiert – mit integriertem lift, der sämtliche drei geschosse und insgesamt neun wohnungen erschliesst. und ein als holzbau ausgeführtes dachgeschoss, damit wände und dach ohne pfetten verbindbar sind.

eine besonderheit sind die südseitigen lukarnen. deren fensterverglasungen kommen ohne brüstungen aus – «französische fenster» gewissermassen, die als zugang zu den balkonen dienen und dafür sorgen, dass die dachwohnungen trotz erhöhtem anteil dachschrägen eine gute wohn- und tageslichtqualität aufweisen.

umnutzung rest. bahnhof in mfh
subingen 2019